Gefüllte Paprika

Hach, das ist so ein Klassiker aus der Kindheit und genauso einfach bereite ich es auch zu. Ein echtes Rezept habe ich nicht, es wird jedesmal anders, ganz nach Warenbestand und Gusto.

Ich habe hier Fotos von zwei verschiedenen Ansätzen. Einer mit tomatisierter Sauce und einen zweiten mit lediglich etwas Brühe. Möglich wäre es auch, die Paprika halbhoch in dicker Tomatensauce zu garen. Es kommt neben dem Geschmack auch darauf an, wie viele Leute sich sattessen sollen.

Auch bei der Füllung und Abwürzung kann man Stimmungslage rumexperimentieren. Ich verwende gemischtes Hackfleisch, aber mit gekochtem Reis vermischt, hat man die Kohlenhydrate gleich mit integriert. Kräftigere Aromen kann man z.B. mit Fetawürfeln erzielen. Ohne Deckel könnte man auch noch überbacken. Oder mal nur vegetarisch füllen? Tobt Euch aus, folgt Eurem Geschmack. Dieser Beitrag soll eher inspirieren als vorschreiben.

Für eine grobe Mengenabschätzung schreib ich hier die zuletzt gekochte Version auf…

für 2 gute Esser:
4 Paprika
400g Hackfleisch
300ml Gemüsebrühe
1 Bund glatte Petersilie
2-4 Chili
1-2 Zwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
1 Ei
Panko (oder Semmelbrösel)
Salz
Pfeffer

Okay, beginnen wir mit der Schnippelarbeit.

Paprika waschen, oben Deckel aufschneiden (vgl. Fotos), Kerne und Trennwände behutsam entfernen und ggf durch einen Begradigungsschnitt für mehr Standfestigkeit sorgen (ohne unten ein Loch zu fabrizieren). Die Deckel könnt ihr in die Sauce stückeln oder einfach aufsetzen.

 

Chili, Zwiebeln und Knoblauch putzen und in kleine Würfel schneiden. Diese dann in etwas Öl in der Pfanne bei mittlerer Hitze farblos für etwa 10 Minuten anschwitzen. In der anderen Version auf den Fotos hatte ich Karottenwürfel mit dabei. Wie gesagt, folgt Eurem Geschmack.

Viele tun eingeweichte Brötchen in ihr Hackfleisch (für Buletten, Klopse etc.), ich mag das nicht. Ich gebe ein Vollei dazu und binde die Feuchtigkeit mit Panko (bzw. Semmelbröseln) ab. Ich denke, das Ergebnis ist fluffiger. Also das Fleisch mit dem angeschwitzten Gemüse, dem Ei und dem Panko sowie einem Bund frisch gehackter Petersilie (ohne Kräuter ist es langweilig – statt frischer, tut es notfalls auch ein Paket TK Kräuter) gründlich vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Und hier das ganze „Rezept“ in einem Satz:
Die abgeschmeckte Füllung in die geputzten Paprikaschoten verteilen, Brühe (oder abgeschmeckte Tomatensauce) angießen und alles für 40-60 Minuten in den auf 180°C Umluft vorgeheizten Backofen (abhängig von Größe der Paprika und Dicke der Füllung).

 

Als Beilage bieten sich z.B. Kartoffeln an, mit denen man die Sauce aufnehmen kann. In der steckt eine Menge Aroma. Die Arbeit liegt in der Vorbereitung, dann geht es ganz fix. Absolut alltagstaugliche und günstige Küche, mit der auch gut Reste verarbeitet werden können.

 

Auch die Füllungen der Rezepte „Zucchini mit Hack-Schafskäse-Füllung“ oder „Verdure ripiene – gefüllte Gemüse“ seien hier als Inspiration genannt.

Viel Spaß und guten Appetit. Was ist denn Euer Tipp für die „perfekte“ Füllung?