Happy Thanksgiving 2014

Immer am 4. Donnerstag im November feiern die US-Amerikaner Thanksgiving, also Erntedank. Bei denen ist es sogar ein arbeitsfreier Feiertag, na ja, außer für diejenigen, die den Truthahn zubereiten müssen, denn der gehört auf jeden Tisch. Soviel zur Inspiration zu diesem Essen.
Okay, wir sind nicht in Amerika und weil wir den Donnerstag nicht frei haben, verschieben wir das ganze um zwei Tage auf den Samstag. Mittlerweile ist aus der Idee mal einen Truthahn zu kochen und ein paar Freunde einzuladen, eine echte Tradition geworden. Es ist gar nicht der Erntedank-Gedanke, vielmehr der super gelegene Termin. Die kalte Jahreszeit ist da aber der Weihnachtsrummel im Dezember ist noch außen vor. Ideale Bedingungen, um gemütlich zusammenzukommen.
Leider konnten dieses Jahr zwei meiner „Stammgäste“ nicht erscheinen, da sie sich um Sparky, ihren kleinen Hund kümmern mussten, der gesundheitlich eine schwere Zeit durchmachen muss. Ich und wir drücken die Daumen. Spontan konnte ich so noch ein paar neue Gäste gewinnen…

An der Menüfolge habe ich, bezogen aufs letzte Jahr, nichts geändert. Nach einigen Modifikationen und Experimenten über die letzten Jahre hinweg, finde ich das Essen so absolut rund.

Olaf und Janett haben noch ein kleines Häppchen vorweg sowie einen Aperitif mitgebracht: Lecker Roastbeef mit Spargel und dazu ein Fläschchen Champagner (Pol Roger). Man kann ganz klar schlechter in den Abend starten…

Ich hatte für den Nachtisch bereits am Donnerstag den schrägen Fruchtspiegel vorbereitet. Freitag folgte die Panna Cotta und auch den Rotkohl hab ich schon Freitag vorbereitet. Der Truthahn hat dieses mal recht genau acht Kilo auf die Waage gebracht. Das bedeutete, da ich ihn wieder ganz langsam garen (Niedertemperatur) wollte, um eine maximale Saftigkeit des Fleisches zu gewährleisten, dass ich nachts um halb vier aufstehen musste und den Vogel gereinigt, gewürzt, gefüllt und zugenäht sowie gebunden habe. Dann hat er eine Stunde im Ofen bei 220°C Farbe angenommen, bevor er dann bei 85°C weitere knapp 15 Stunden auf die perfekte Kerntemperatur gebracht wurde. Nach der ersten heißen Stunde musste ich noch eine weitere Stunde vorm Ofen Wache schieben, um sicherzustellen, dass sich der Ofen auf der richtigen Temperatur einpendelt. Als das gesichert war, gab es erst noch mal ein kleines Schläfchen. Ist schon ein Aufriss – aber das ist es auch wert.

Der Truthahn kam in Begleitung von Süßkartoffel-Püree, karamellisierten Karotten, Cranberry-Rotkohl sowie einer fruchtigen Cranberrysoße auf den Tisch. Dazu gab es wieder die – mittlerweile auch schon traditionelle – 3L Doppelmagnum Flasche Wein. Ich glaub, es hat allen recht gut geschmeckt und ich hab noch genug zu knabbern für die nächsten Tage. War da viel Fleisch dran…

Als Nachtisch gab es die besagte Cranberry-Panna Cotta (kopfüber).

Es ist immer ein Vergnügen, wenn ein Menü ein paar Bindeglieder hat. Hier sind das Ahornsirup und Cranberries, die finden sich in fast allem wieder.

So, und hinterher haben wir uns noch ein paar Kilo in einem nahegelegenen Club wieder abgetanzt.

Es war ein arbeitsreicher aber absolut wundervoller Tag und ich hoffe auch nächstes Jahr wieder mit diesen tollen Freunden Thanksgiving feiern zu können/dürfen. Ich danke Euch.

Ganz nebenbei wünsche ich einen schönen ersten Advent 2014, jetzt darf geweihnachtet werden…