Madeleines

Fluffige, kleine Gebäckstückchen, die sich herrlich lecker wegmümmeln lassen. Ich bin in den Besitz einer klassischen Madeleine-Backform gekommen, deren zwölf Mulden das Relief einer Jakobsmuschel zieren, welches dann als Form auf das französische Gebäck übergeht. Angeblich wurde es im 18. Jahrhundert nach einer Köchin am Hofe des Herzogs von Lothringen benannt, aber bei diesem Leckergeschmack denkt daran wohl kaum noch jemand…

für eine Form (12)
100g Butter
100g Mehl
2 kleine Eier
80g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
(besser 1 Vanilleschote)
1TL Backpulver

Die Butter in einem Topf langsam schmelzen.
In der Küchenmaschine die Eier mit dem Puder- sowie Vanillezucker zu einer dicklichen, cremigen Masse aufschlagen (ca. 5 Minuten), die Veränderung der Konsistenz sieht man deutlich.
Mehl und Backpulver durch ein Sieb zugeben (das Sieben vermeidet Klumpen), leicht verrühren und dann die flüssige Butter langsam unter Rühren zugeben, bis eine homogene Masse entstanden ist. Nun die Masse für etwa 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.

Die Mulden der Madeleineform ausbuttern und mit Mehl bestäuben, das erleichtert später das Lösen aus der Form. Den Teig in einen Spritzbeutel geben (oder einen Gefrierbeutel mit abgeschnittener Ecke) und in die Mulden spritzen, dabei nur bis auf Höhe der Form füllen, keinen „Berg“ machen. Wenn noch Teig übrig bleibt, später eine zweite Rutsche ansetzen (Teig im Kühlschrank aufbewahren). Je nach Größe der Eier und untergeschlagenem Volumen reicht dieses Rezept für 12-16 Madeleines, ich musste also schon mal 4 Stück in der zweiten Rutsche nachbacken.
Wenn Ihr alleine backt, dann hängt den Spritzbeutel z.B. in einen Messbecher, dann könnt Ihr beide Hände zum Befüllen nutzen.

Die Förmchen nicht zu voll machen. Der Teig hält zwar als Hügel über der Mulde, im Ofen flossen die Hügel ineinander und über die gesamte Backform legte sich eine Teigplatte und auch der Ofen bekam was ab. Der dünne Teig der Platte zwischen den Mulden wird dunkler und schmeckt nicht so edel. Und wenn man ihn dann abschneidet, sieht es auch nicht so schön aus. Man darf hier doch etwas sorgfältiger arbeiten.

Im auf 200°C (Ober-Unter-Hitze, keine Umluft) vorgeheizten Ofen mittig 10-12 Minuten backen bis sie hellbraun sind, wenn sie zu dunkel werden, büßt das den edlen Geschmack ein, also genau beobachten! Der Teig geht in den Mulden etwas auf und formt einen kleinen Hügel.

Zum Abkühlen aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen, damit sie auch an der Unterseite abkühlen, ohne durch Schwitzwasser matschig zu werden (notfalls mit z.B. Stäbchen etwas basteln).

Mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Natürlich passt auch Schlagsahne dazu. Habt Ihr die Madeleines schon mal in einen guten schwarzen Tee gestippt???

Mein Tipp, so mache ich es nur noch: Das Vanillearoma kommt noch feiner und schöner durch, wenn man mit einer echten Vanilleschote arbeitet, kostet zwar einen Euro mehr, lohnt sich aber. Solltet Ihr unbedingt mal ausprobieren: Schote längst halbieren, das Mark herauskratzen und verwenden.
Eine weitere Variante: Statt der Vanille kann man auch Rum und Zitronenschalenabrieb zum Aromatisieren verwenden.

PS: OMG, ich hatte tatsächlich den ganzen Artikel „Madelaine“ anstelle von „Madeleine“ (also a statt e) geschrieben. Immerhin einheitlich falsch. Dank einer französischen Freundin, konnte ich es korrigieren. Danke für den Hinweis, Nolwenn 🙂