Maispoularde auf Champagnergemüse – Chicken with champagne

Der dritte Gang im “Dinner for One, James reicht Miss Sophie dazu Champagner.
Champagnersoße ist auch schon wieder hinzugedichtet. Streng genommen wird im Sketch nur von „Chicken“ und „chmpagne with the bird“ gesprochen. Miss Sophie bekommt das Huhn auch im Ganzen serviert. Bleibt also wieder viel Spielraum für die Rezeptfindung. Ebenso bei den Beilagen. Denn als James beim Abräumen und erneutem Stolpern über den Tigerkopf der Teller samt Resten hoch in die Luft fliegt, sieht man nur der Vogel, keine Beilagen…

Jedem Gast einen ganzen Vogel zu servieren… zu viel. Bei der Wahl des Huhnes schließe ich mich den Rezepten mit Mais-Poularden an, denn nach Curry und Kurkuma in Gang eins und zwei ist die Farbe Gelb ein Leitmotiv. Ein gutes Bio-Hähnchen würde allerdings auch gehen. Da außer Gemüse keine Beilage geplant ist, sollte die Fleischqualität besonders hervorstechen.
Poularden sind junge Masthühner, die mit sieben bis zwölf Wochen, also noch vor der Geschlechtsreife, geschlachtet werden. Maispoularden werden darüber hinaus überwiegend mit Mais gefüttert, weswegen Haut und Fleisch leicht gelblich gefärbt sind.

Kauft man die Hühner im Ganzen, so können die ausgelösten Brüste und auch die Keulen für dieses Gericht dienen, die Karkasse schafft die Basis für die Vor-Suppe. So gibt es keine Reste. Ich hatte das Glück Maispoularde im Suprême Schnitt zu bekommen: Hähnchenbrust Suprême ist ein einzelnes, ausgelöstes Brustfilet mit Haut und Oberknochen des Flügels.

für 5 Personen:
5 Mais-Poularden Brüste
2 Möhren
1/3 Knolle Sellerie
1 Stange Lauch
1 grüner Zucchino
1 gelber Zucchino
0,2l Champagner
1TL Fenchelkörner
1TL weißer Pfeffer
2-3 Zweige Thymian
2-3 Zweige Petersilie
2-3EL weiche Butter
Olivenöl
Pfeffer
Salz
Ggf. Zucker

Vorbereitung:
Die Hühner innen und außen waschen und trocken tupfen. Brüste (und Keulen) auslösen, Karkassen für die Vor-Suppe auskochen. Alternativ Brustfilets, die dann nur waschen und trocknen.
Das Gemüse putzen und ich gleich lange (1/2 Zucchini-Länge) sowie gleich dünne (sehr dünn) Streifen schneiden.
Pfeffer- und Fenchelkörner (Verhältnis 2 zu 1) zermörsern.

Zubereitung:
Ofen auf 180°C vorheizen.
Die Brüste kurz scharf anbraten, dann Hitze reduzieren und ca. 5 Minuten weiter anbraten, nicht zu dunkel. Dann zusammen mit den Kräuterzweigen und der Pfeffer-Fenchel-Mischung (dezent bestreut) in Alufolie wickeln und für ca. 10 Minuten in den Ofen.

Quasi parallel: Die Gemüsestreifen in einer Pfanne auf mittlerer Hitze farblos anschwitzen. Nach ein bis zwei Minuten den Champagner zugeben und auf die Hälfte reduzieren (1-2 Minuten). Noch die Butter zugeben und abschmecken. Eventuell mit einer Prise Zucker die Säure abmildern. Aufpassen, dass das Gemüse nicht zu weich kocht.

Den Vogel auf einem Gemüsenest betten und schnell servieren.

James serviert dazu (den restlichen) Champagner – „Champagne with the bird.

Leider gab es gerade keinen gelben Zucchino, den Farbkleks hätte ich gern noch gehabt. Wir haben ihn einfach durch einen weiteren grünen ersetzt.