Mulligatawny Soup

Der erste Gang im „Dinner for One, James reicht Miss Sophie dazu Sherry, very dry.

Der Name setzt sich zusammen aus „mullaga“ (Pfeffer) und „tanni“ (Wasser/Brühe). Allerdings ist Pfeffer nicht die Haupt-Geschmacksnote, vielmehr steht Curry im Vordergrund. Indische Köche haben sie für die englischen Herrschaften, die es gewohnt waren, Menüs mit Suppe zu essen, kreiert.
In einem recht authentischen indischen Kochbuch wird sie ohne Einlage und nicht zwangsweise auf Hühnersuppenbasis gekocht, so wird es gern bei den „Originalrezepten“ zum Sketch gefordert.
Einige Variationen verwenden Hühnerfleisch und angebratenen Speck als Einlage, verzichten dafür auf die Kokosmilch, die auch in dem besagten Kochbuch weggelassen wird.

Unzählige Varianten, wie soll die Suppe also werden?
Ich entscheide mich für die Hühnersuppenbasis, denn in Gang drei des Menüs gibt es Hühnerfleisch, die Karkassen kann man also bestens als Basis für die Suppe auskochen. Wer Brustfilets kauft, muss sich eine Alternative überlegen.
Bei der Einlage schließe ich mich den Rezepten mit Fruchteinlage an, denn einerseits gibt es später eine gute Portion Huhn und andererseits können eben die Früchte angeschnitten werden, die dann im Nachtisch (Fruits) aufgebraucht werden.
Allen Rezepten gemein ist die Tatsache, dass Gemüse gekocht und zur Bindung püriert wird.
Und da für mich die indische Küche gern auch mit Kokos verbunden ist und ich es mag, werde ich auch Kokosmilch einsetzen.

Also los geht es…

für 5 Personen:
1/4 Knolle Sellerie
2 Kartoffeln
1 Stange Lauch
2 Möhren
ca. 1-1,2l Hühnerbrühe
2 Knoblauchzehen
1cm frischer Ingwer
1-2 frische Chilis
250ml Sahne
180ml Kokosmilch
100ml Sherry
1 Zitrone
Currypulver
Kurkuma
Pfeffer
Salz
Öl zum Braten
Dekoration (z.B. Koriander)
Einlage:
1/4 Ananas
1/2 Mango
1/2 Apfel
1 Birne

Vorbereitung
Hühnerbrühe (vgl. Rezept Hühnersuppe, dabei nur dezent würzen) im Vorfeld zubereiten oder aber ein gutes Instant-Produkt verwenden.
Das Gemüse säubern und klein würfeln. Knoblauch und Ingwer schälen, Chilis entkernen und alles fein würfeln. Zitrone auspressen.

Zubereitung
Das Gemüse im schweren Topf bei mittlerer Hitze in etwas Öl farblos anschwitzen, Curry und Kurkuma kurz zugeben (die sollen ihre Farbe etwas ändern und mehr Aroma entwickeln), dann mit der Hühnerbrühe ablöschen, Ingwer, Knoblauch und Chili beigeben und für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Das Gemüse soll weich werden.
In der Zwischenzeit das Obst in kleine Würfel schneiden. Die Mengenangaben sind nur ein Richtwert, für jeden Esser sollten so ca. drei bis vier Esslöffel, voll einer homogenen Mischung verschiedener Früchte, vorgesehen werden.
Nun kommen Sahne und Kokosmilch dazu und mit dem Pürierstab alles fein pürieren. Bei milder Hitze noch ein paar Minuten ziehen lassen, dabei mit Sherry, Zitronensaft, Salz, Pfeffer abschmecken.
Schnell noch in einer Pfanne die Obstwürfel in Olivenöl und mittlerer Hitze für ca. zwei Minuten dünsten, dabei mit einem TL Kurkuma abschmecken.

Anrichten
Suppe in die Teller geben, in der Mitte etwas angeschwitztes Obst und ein paar frische grüne Blätter zur Dekoration (Ich habe gerade Petersilie dagehabt, Koriander würde wohl noch besser passen, aber es ist ja nur Deko). Fehlt nur noch James zum Servieren.

Und dazu den trockenen Sherry nicht vergessen – Miss Sophie sagt: „I think we’ll have sherry with the soup.“ – „very dry“.

Die Suppe lässt sich auch gut vorbereiten, bevor die Gäste erscheinen. Auch das Obst kann man (kurz vorm Erscheinen der Gäste) vorschneiden. Apfel und Birnenwürfel dann aber in Zitronenwasser lagern, da sie sonst braun werden.
Wir fanden, dass das in Olivenöl angeschwitzte Obst zu dieser Suppe eine super Kombination war. Wer über eine Speckeinlage nachdenkt, dem rate ich erst mal die Obstvariante auszuprobieren. Es lohnt sich.