Quark-Öl-Teig

Ich liebe Hefe-Teig. Aber wenn es einfach mal ein wenig schneller gehen soll und wir nicht von einer Pizza reden, ist der Quark-Öl-Teig eine super Alternative. Beim Zwiebelkuchen finde ich ihn mittlerweile fast besser passend als die Hefe-Variante. Aber letztlich ist es wirklich der Zeitfaktor, dem es zu verdanken ist, dass ich dieses Jahr diverse Zwiebelkuchen mit Quark-Öl-Teig gemacht habe. Die Zeit für das Gehenlassen der Hefe entfällt einfach mal, so dass es auch nach der Arbeit noch möglich ist, zu humanen Zeiten das Essen auf den Tisch zu bringen.

Auch wenn die Zwiebelkuchensaison fast schon durch ist (also mehr die des Federweißen, ein Zwiebelkuchen geht immer), so wollte ich dieses Rezept doch fix noch nachliefern.

Bei dem schönen Sommer habe ich mich nicht aufraffen können, hier viel zu posten. Sorry dafür, aber ihr seid bestimmt auch immer draußen gewesen…

für Teig für ein Blech:
300g Mehl (Typ 405)
150g Quark (20% Fett)
1 Ei
6 EL Milch
6 EL Öl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Zucker
1 Prise Salz

Belag:
ca. 1kg Zwiebeln
400-450g Räucherspeck
200g Saure Sahne
3-4 Eier
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Kümmel
Ggf. Safran
Öl

Ich bereite zuerst den Belag vor, aber durch die Gewichtung des Teigs in diesem Beitrag, beginne ich mal mit dem Protagonisten.

Den Teig fertigstellen:

Das Öl sollte ein geschmacksneutrales Speiseöl sein, zum Beispiel Sonnenblumenöl, Pflanzenöl oder Sojaöl.

Quark, Milch, Öl, Ei, Zucker und Salz zu einer homogenen Masse verrühren. Backpulver unter das Mehl mischen, Quarkmasse zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Wenn er zu klebrig ist, mit etwas Mehl nacharbeiten. Den Teig aber nicht zu lange kneten, er soll angeblich auch zäh werden können, das habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Nun den Teig auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausrollen, dabei den Rand etwas hochziehen.

Teig mit dem Belag (s.u.) gleichmäßig belegen und ab in den auf Ober-/Unterhitze 180 °C (Umluft 160 °C) vorgeheizten Ofen.

Nach ca. 30-35 Minuten backen kann gegessen werden.

 

Belag:

Wenn es ein Zwiebelkuchen werden soll, dann wiederhole ich hier meinen Rezeptvorschlag für den Belag von meinem Hefeteig-Zwiebelkuchen. Aber der Teig ist vielseitig verwendbar.

Belag vorbereiten: Zwiebeln schälen, halbieren (große vierteln) und in (halbe) Ringe schneiden. Den Speck (ich habe gern viel davon) in gefällige Würfel schneiden und in eine eingeölte Pfanne bei mittlerer Hitze geben bis er anfängt zu schwitzen, dann die Zwiebeln zugeben und weitere ca. 10 Minuten dünsten. Speck und Zwiebeln sollen glasig weich werden, aber keine Farbe, Kruste oder Verbrennungen annehmen, das schmeckt später auf dem Zwiebelkuchen nicht.

Es folgen die Saure Sahne, Eier und Gewürze, die mit den Zwiebeln und dem Speck vermischt werden. Die Konsistenz sollte nach dem Stocken der Eier eher fester sein, keine Soße.
PS: Ich gebe in diese Masse anfangs gern noch eine Messerspitze Safranfäden (kurz angemörsert und mit 1-2EL heißem Wasser vermischt). Ich mag den Geschmack und es gibt der Masse eine geniale Farbe.

 

Was ist Euer Favorit? Hefeteig oder Quark-Öl-Teig?