Rehkeule geschmort

Die Uhr wird zurückgestellt, die Tage werden kürzer, das ist einfach die perfekte Zeit für gesellige Abende und leckere Braten. Ein Stück Reh von einem befreundeten Jäger wartete im Tiefkühler genau auf diesen Anlass…

1 Rehkeule (mit Knochen, ca. 2kg)
1 Bund Suppengrün
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1/2 Flasche Rotwein
2EL Butterschmalz
8 Pimentkörner
8 Wacholderbeeren
8 Pfefferkörner
2-3 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer
ggf. Sahne

Normalerweise würde ich die Keule 24 Stunden vorher mit den Gewürzen, dem kleingeschnittenem Suppengrün und dem Rotwein in einem Beutel marinieren lassen. Diesmal fehlte dazu die Zeit, da die Keule noch nicht ganz aufgetaut war (Die Idee kam sehr spontan). Außerdem, wenn ein Stück Wild tiefgefroren war, braucht es eigentlich keine Marinade, die den Wildgeschmack bändigen und die Zartheit hervorkitzeln muss. Hier also die einfache und „schnelle“ Version einer geschmorten Rehkeule.

Die Keule ordentlich säubern, trockentupfen und von Sehnen befreien. Das Suppengrün, die Zwiebeln und den Knoblauch säubern, ggf. schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Wacholderbeeren andrücken und zusammen mit den anderen Körnern und den Lorbeerblättern in ein Gewürzsäckchen oder ein Teeei geben.

Um die Keule in meinen Bräter (mit Deckel) zu bekommen, musste ich den Knochen noch etwas kürzen, dabei hilft eine feine Säge.

Den Ofen auf 160° (ohne Umluft) vorheizen.

Das Butterschmalz im Bräter erhitzen, die Keule darin von allen Seiten scharf anbraten. Die Keule herausnehmen und sogleich das Gemüse hinein und ebenfalls scharf anbraten. In der Zwischenzeit, die angebratene Keule mit Salz und Pfeffer einreiben.

Nun den Rotwein angießen, damit den Bratensatz lösen, das Teeei/Beutelchen hineingeben und die Flüssigkeit etwas reduzieren (einkochen) lassen.

Nun die Keule auf dem Gemüse betten, Deckel auf den Bräter und das Ganze für 2-2,5 Stunden bei 160° Ober-/Unterhitze in den Ofen.
Es bleibt also genug Zeit ein paar Kartoffelklöße und z.B. Rotkohl vorzubereiten.

Nach der Garzeit die Keule herausheben und warmstellen.
Die Soße durch ein Spitzsieb geben und die Flüssigkeit in einem Topf etwas reduzieren lassen. Diesmal habe ich Teile des Gemüses wieder zugegeben und püriert, so gibt es eine dicke, herzhafte, massive Soße.
Eine feinere Alternative: in die Reduktion etwas Sahne einrühren und mit Speisestärke abbinden. Ganz wie Ihr mögt.

Nun das Fleisch vom Knochen schneiden und warm servieren.
Wir hatten als Beilage Kartoffelknödel und Rotkohl.