Rinderrouladen

Herrlich mürbe geschmortes Fleisch, kräftige Rotweinsauce und herzhafte Aromen. Viel zu lecker, um es nur als Festtagsgericht zu kochen…

für 6 fette Rouladen:
6 Scheiben Rindfleisch (je ca. 200g)
3 Zwiebeln
15 Perlzwiebeln
12 Scheiben durchwachsener Speck
1-2 Stangen Lauch
3-4 Karotten
1/2 Sellerieknolle
6 Cornichons
1 Flasche kräftiger Rotwein
750ml Rinderfond
Scharfer Senf
2EL Tomatenmark
2 Thymianzweige
2 Lorbeerblätter
4 Pimentkörner
Frischer Pfeffer
Salz
2EL Butter
Pflanzenöl
ca. 2EL Speisestärke

Zur Vorbereitung alles Gemüse putzen, Zwiebeln in feine Streifen/Halbringe schneiden, Cornichons längst vierteln, Lauch, Karotten und Sellerie in gefällige Würfel schneiden, Perlzwiebeln (hatte ich noch im Vorrat, es geht auch mit normalen Zwiebeln) evtl. halbieren. Die Fleischscheiben zwischen zwei leicht eingeölte Frischhaltefolien legen und mit einem schweren Topfboden oder einem Plattereien/-hammer vorsichtig aber beherzt dünn schlagen. Auf jeder Fleischscheibe einen gefälligen Klecks Senf verstreichen, leicht pfeffern, zwei Scheiben Speck darauf, Zwiebeln und Cornichons (je ein Sechstel der vorhandenen Menge) darauf verteilen, wobei die Cornichons die Achse der Roulade werden sollen, also nur an einem Ende auflegen. An den Längsseiten etwas einklappen und von der Cornichonseite die Fleischscheibe aufrollen. Mit Küchengarn zu einem kleinen Geschenkpaket verschnüren.

Jetzt kommt der Bräter oder große Schmortopf zum Einsatz. Darin 1EL Pflanzenöl und 1EL Butter erhitzen und die Rouladen rundum scharf anbraten und wieder herausnehmen. Noch einmal den gleichen Butter-Öl-Ansatz nachlegen und die Gemüsewürfel sowie Perlzwiebeln anbraten. Auch das Tomatenmark kommt dazu, wenn das Gemüse erste Farbe zeigt und wird scharf unter Rühren mit angebraten, es soll leicht am Topfboden ansetzen und braun werden (aber nicht verbrennen).
Nun etwas weniger als die Hälfte Rotwein angießen und solange einkochen lassen, bis sich wieder Röststoffe am Topfboden bilden. Das Tomatenrot sollte mittlerweile dem typischen Bratensoßenbraun gewichen sein.
Nun den restlichen Rotwein, den Fond und die Kräuter zugeben, die Rouladen hinein legen und alles bei geschlossenem Deckel ca. 2 Stunden schmoren lassen.

Kurz vor Ende den Ofen auf 60°C vorheizen. Die Rouladen aus dem Sud nehmen und dort warm stellen. Den Sud einmal durchsieben, zurück in den Topf und auf die Hälfte einkochen lassen. Die Soße soll leicht sämig werden. Ich helfe noch mit etwas Speisestärke nach, die in einer Tasse mit etwas Soße verrührt wird bevor man sie zugibt. Letztlich noch kurz mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann kann endlich genossen werden. Dazu schmecken Kartoffeln oder Klöße (auch, um die Soße aufnehmen zu können) und vielleicht grüne Bohnen, Rosenkohl oder Rotkohl… aber auf jeden Fall ein Glas kräftiger Rotwein.

Bleibt nur noch ein Tipp: Unbedingt etwas mehr kochen, dann freut man sich am Folgetag oder man friert portionsweise ein. Aber das hab ich noch nie geschafft auszuprobieren, dafür verschwinden die Reste zu schnell auf magische Weise… 🙂

Im Rahmen eines Drei-Gänge-Menü zum Herbstbeginn 2014, kamen die Rouladen mit Semmelknödeln und Rosenkohl auf den Tisch, auch eine super Kombination.