Steckrübeneintopf

Es wird immer kälter. Das ist für mich das ideale Wetter für einen schmackhaften und wärmenden Eintopf. Außerdem kann man eine schön große Portion kochen und hat auch die nächsten Tage immer wieder einen warmen Teller.
Als ich meiner Mutter am Telefon erzählte, ich wolle mal was mit Steckrübe machen, verdrehte sie nur die Augen. Mag es persönliche Abneigung oder ein generelles Problem des nachkrieglichen Speiseplanes gewesen sein, auf jeden Fall fand die Idee nicht den erwarteten Zuspruch. Ich hab mich dennoch nicht abschrecken lassen. Und letztlich hab ich sie beim Elternbesuch doch noch zu einer kleinen Kostprobe verführen können. Schmeckt!

Übrigens ist es ein absolut regionaltypisches (mein Standort ist Hannover) Essen. Deswegen war der Eintopf auch die Vorspeise meines Niedersachsen-Menüs.

für 4 hungrige Personen:
1kg Steckrübe
750g vorwiegend festkochende Kartoffeln
500g Karotten
200g Bauchspeck
2 große Zwiebeln
2-3EL Schweineschmalz
1 Lorbeerblatt
1/2 – 1 TL Kümmel
Muskat
Pfeffer
Salz
Zucker
ggf. Essig
ggf. Crème Fraîche
Wasser

Die Arbeit liegt in der Vorbereitung. Alles wird geputzt, ggf. geschält und gleichmäßig gewürfelt. Dabei die Zwiebeln und den Speck je einzeln lagern, der Rest kann in eine Schale.

Nun braucht es einen Topf, der groß genug ist. Darin das Schmalz zerlassen und die Speckwürfel glasig anschwitzen. Dabei keine volle Hitze nutzen, der Speck soll nicht knusprig ausgebraten werden. Ist er glasig, kommen die Zwiebeln dazu, die ebenfalls glasig (farblos) mitbraten. Tja, und dann folgt der ganze Rest, der auch noch etwas angeschwitzt wird. Nun kommen Kümmel, Pfeffer, Salz und Zucker dazu und es werden etwa 2,5 – 3 Liter Wasser aufgefüllt, einmal umgerührt und kurz fast zum Kochen bringen. Die Temperatur reduzieren und alles etwa 1,5 Stunden leicht köcheln lassen (bei offenem Topf).

Ich mag Eintöpfe gern etwas sämig, deshalb geh ich mit dem Stabmixer nur zweimal in den Topf, so dass nur ein kleiner Teil gemixt wird und die gewünschte Konsistenz in die Suppe kommt. Letztlich nochmals abschmecken. Ich mag einen frischen, frechen Essigkick in der Suppe, das mögen andere jedoch gar nicht. Deshalb den Essig lieber nur sparsam verwenden und mit auf den Tisch stellen.

Nun wird serviert. Ich habe noch einen kleinen Klecks Crème Fraîche in der Tellermitte platziert und alles mit Genuss verspeist.

Als Pfeffer habe ich den langen Pfeffer verwendet, der gibt ein super Aroma, gerade für Eintöpfe. Fragt mal beim Gewürzhändler nach, das lohnt sich. Schmeckt aber auch mit „normalem“ Pfeffer frisch aus der Mühle.

Perfektes Essen für kühle Tage und zudem auch preisgünstig.

Selbst in geselliger Runde kam diese Suppe sehr gut an. Beim letzen Ansatz habe ich zudem noch ein Stück Sellerieknolle, einen Bund Petersilie und eine halbe Stange Lauch (fein geschnitten) mit zugegeben (musste verbraucht werden), hat nicht geschadet…

Und noch ein letzter Hinweis: Die Steckrübe wird im Handel auch oftmals als Kohlrübe deklariert.