Veggy-Curry mit Kartoffeln, Blumenkohl und Kokos

Dieses Curry ist eher untypisch, allein durch den Einsatz von Blumenkohl. Seine Wurzeln liegen im Westen Indiens (Mangalore) und nennt sich Gashi. Gerade wenn mehrere Currys auf den Tisch kommen, ist diese vegetarische Variante bei mir oftmals mit dabei. Und der Kokosgrundgeschmack ist herrlich exotisch.

PS: Auf den Bildern haben wir eine knapp doppelte Menge angesetzt und dafür mehr Kartoffeln und zudem für noch mehr Abwechslung einen Romanesco (diese Mischung aus Blumenkohl und Broccoli) verwendet. Er ist aromatisch, dabei aber unaufdringlicher als Blumenkohl. Man bedenke aber, das er mit längerer Garzeit auch immer mehr Kohl-Aroma hervorbringt. Zudem ist er wirklich un-indisch. Schmeckt aber.

für 6 Personen
1,2kg Blumenkohl
600g Kartoffeln
200g Kokosraspeln
0,5l Kokosmilch
200g Kokoscreme
Ca. 2,5cm Ingwer
6-8 Knoblauchzehen
5EL Pflanzenöl
500g Zwiebeln
Wasser

für die Gewürzmischung:
5-10 getrocknete Chilischoten
6cm Zimtstange
4TL Koriandersamen
1/2TL Bockshornkleesamen
12 Pfefferkörner
1TL Kreuzkümmelsamen
1/2TL Senfsaat
4 Nelken
1TL Kurkuma (Gelbwurz)
1/2TL Safranfäden
3TL Tamarinde
Salz

Es beginnt mit der Schnippelarbeit.
Zwiebeln und Knoblauch schälen. Eine Hälfte der Zwiebeln grob (kommt in den Mixer) den ganzen Rest sehr fein würfeln. Kartoffeln in etwas größere Spalten schneiden und in Wasser zwischenlagern (damit sie nicht anlaufen). Blumenkohl in Röschen zerteilen. Ingwer fein würfeln oder mit einer Ingwerreibe zu Brei verarbeiten.

In einer Pfanne mit einem Küchenpapier etwas Öl dünn ausstreichen und die Kokosraspeln darin bei mittlerer Temperatur etwa 5 Minuten rösten. Das sich verbreitende Aroma zeigt an, das man auf dem richtigen Weg ist… Die gerösteten Kokosraspel beiseite stellen.

Wieder etwas Öl in die Pfanne geben und die grob gewürfelte Hälfte der Zwiebeln bei mittlerer Hitze darin rösten. Auch die beiseite stellen.

Eine Pfanne, diesmal ohne Öl, anheizen. Hinein kommen die Chilischoten, 30 Sekunden später folgen (in dieser Reihenfolge): Zimtstange, Koriander, Bockshornklee, Nelkeen, Pfefferkörner, Kreuzkümmel und Senfkörner. 20 Sekunden später Kurkuma zugeben. Dabei ständig rühren/bewegen. Nach einer halben Minute die Gewürze aus der Pfanne nehmen und zusammen mit zwei gestrichenen Teelöffeln Salz und dem Safran in einem schweren Mörser zu Pulver zermahlen (ggf. durch ein Sieb geben und die restlichen, groben Stücke nochmals nachmörsern). Nun einen Stand-Mixer nehmen und die gemahlenen Gewürze hineingeben, zusammen mit der bereits angebratenen Hälfte der Zwiebeln, den gerösteten Kokosraspeln, der Tamarinde und etwa 250ml der Kokosmilch (ggf. etwas Wasser zugeben, wenn es im Mixer nicht rundläuft). Alles zu einer glatten Paste verarbeiten.

Nun brauchen wir einen schweren Topf/Bräter und geben etwas Öl hinein, heitzen ein und schwitzen darin die feinen Würfel von Ingwer, Knoblauch und den restlichen Zwiebeln glasig an. Die Gewürzpaste unterrühren und noch 3 Minuten mitanschwitzen.
Etwas Wasser sowie die Kartoffeln zugeben und 5 Minuten schmoren lassen. Einen halben Teelöffel Salz, den Rest der Kokosmilch sowie 200-300ml (oder auch mehr – je nach Konsistenz) Wasser zugeben und mit Deckel etwa 7 Minuten köcheln lassen.
Nun die Kokoscreme einrühren und schmelzen lassen und schließlich die Blumenkohlröschen (und bei uns auch die Romanesco-Röschen) zugeben, vermengen und kochen, bis das Gemüse gar ist. Noch einmal abschmecken (meistens fehlt noch Salz) und schmecken lassen.

Dazu bietet sich Basmati-Reis und/oder Naan an. Herrlich schmackhaft.

PS: So lecker ein indisches Curry auch ist, es ist nicht einfach, das ansprechend auf einem Foto rüberzubringen. Außerdem will man auch gar nicht mehr lange knipsen, sondern nur noch ganz schnell essen…